Warum Förster Dirk Röller nicht mehr zurück will

Wie der Forstbetrieb Schloss Molsberg im Westerwald mit TimberData den täglichen Büroweg abschafft.

Dirk Röller

Herausforderung

Dirk Röller leitet den Forstbetrieb Schloss Molsberg im Westerwald praktisch im Alleingang: Planung, Beauftragung der Dienstleister, Holzverkauf, Abrechnung, alles läuft über seinen Schreibtisch. Sein Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über rund 50 Kilometer, in jede Richtung sind schnell 25 Kilometer Anfahrt fällig. Die bisherige Warenwirtschaft lief lokal auf dem Büro-PC, oft nur als Einzellizenz. Am Polter im Wald blieben zentrale Fragen offen: Ist das Holz verkauft, wer hat gekauft, muss nachmarkiert werden? Zu oft hieß die Antwort: notieren, weiterfahren, abends noch einmal ins Büro. Hinzu kam die Gewissheit, dass die Vorgängersoftware EuroForst von DekaData nicht mehr weiterentwickelt wird.

Umsetzung

TimberData hatte Röller zwei Jahre zuvor auf einer Messe gesehen, damals erschien ihm das System noch zu jung. Was ihn überzeugte, war die Geschwindigkeit der Weiterentwicklung: Viele der anfangs fehlenden Funktionen kamen durch die wöchentlichen Updates hinzu. „Es ist kein starres System, sondern lebt vom Austausch und von den Anregungen, die kommen", sagt Röller. Den Umstieg legte er bewusst vor die Haupt-Einschlagssaison im Oktober, ohne parallele Datenhaltung im alten System. Produktiv war er nach eigener Aussage vom ersten Tag an: „Ohne Zeitverzug, eigentlich vom ersten Tag an. Es ist so einfach und selbsterklärend." Die mitgelieferten Tutorials habe er kaum gebraucht. Sein Rat an alle, die sich vor neuer Software scheuen: einfach ausprobieren, denn ohne zu speichern richtet man ohnehin nichts an.

Ergebnis

Den größten Unterschied spürt Röller draußen am Polter. Die Holzaufnahme erledigt er mit der TimberData-App, je nach Sortiment auf Tablet oder Handy, direkt beim Rücken. „Ich bin eigentlich just in time dabei", beschreibt er den neuen Rhythmus. Noch während der Einschlag läuft, stehen erste Brennholzpolter online auf dem Marktplatz TimberTom und finden ihre Käufer: „Sobald es fertig ist, geht es raus, und das mache ich noch draußen im Wald." Auch für Waldmaß-Kunden hat sich das Bild gewandelt: Statt vager Holzlisten sehen Käufer heute Polter mit Lagerort und Fotos in Originalqualität, oft reicht das für eine Einigung ohne persönlichen Vor-Ort-Termin. Rechnungen entstehen in Sekunden statt Stunden, ZUGFeRD-konform und damit bereits heute mit Blick auf 2028 abgesichert. Das überarbeitete Dashboard zeigt Mengen und Durchschnittspreise auf einen Blick, auch für den Eigentümer.

Fazit

Was Röller besonders schätzt, ist die Kombination aus verlässlichem Support und spürbarer Weiterentwicklung: Rückmeldungen kommen meist innerhalb eines Tages, gelegentlich auch sonntagabends. „Wenn man Sonntagabend noch eine Antwort bekommt, weil eine Rechnung gerade nicht aufrufbar ist, dann ist das schon stark", sagt er und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu, dass das eigentliche Ziel sei, den Support möglichst gar nicht zu brauchen. Sein Betrieb ist inzwischen nahezu papierlos. Auf die Frage, ob er TimberData weiterempfehlen würde, kommt die Antwort prompt: „Ja, auf jeden Fall. Wäre ich nicht zufrieden, hätte ich das längst gesagt." Für einen Förster, der seinen Betrieb im Alleingang stemmt, ist das ein Werkzeug, das nicht im Weg steht, sondern hilft, gut durch den Tag zu kommen, vom ersten Polter im Wald bis zur fertigen Rechnung. Vor allem zwingt es ihn zu einem nicht mehr: abends noch einmal ins Büro zu fahren.