„Ich habe keine Leitz-Ordner mehr im Auto“
Florian Büchner, Inhaber eines Forstbetriebs- und Holzhandels-Unternehmen, erledigt 70 % der Arbeit direkt am Polter.
Mit TimberData läuft die Vermarktung von Rundholz, Nebensortimenten und Brennholz über eine Plattform.

Als Revierleiterin Rebecca Göttel beim Forstbetrieb Gut Bodman angefangen hat, waren viele parallele Systeme im Einsatz. Rechnungen wurden in Word geschrieben, die Rechnungsnummern wurden händisch in Excel nachgeführt, der Wildverkauf lief über eine separate Access-Datenbank und Brennholz über ein eigenes Formular. „Mit Programmen wie Word und Excel kriegt man relativ viel selbst hin", sagt Göttel rückblickend, „aber das war für jemanden, der es nicht tagtäglich macht, nicht selbsterklärend." Revierleitung, Betriebsleitung, Holzverkauf und Jagdorganisation. Damit man das alles unter einen Hut kriegt, braucht man ein System, was alle Aufgaben zusammenführt und intuitiv funktioniert. Denn nur so bleibt Zeit für die Arbeit im Wald und die Herausforderungen des Waldumbaus.
Die Einführung verlief pragmatisch: ein gemeinsamer Systemüberblick, zwei kurze Schulungen, danach Learning by Doing, mitten in der Käferholzsaison. „Wenn die Daten drin sind, kann man eigentlich loslegen", erinnert sich Göttel an den Einstieg. Es musste auch kein Server oder sonstige Netzwerkinfrastruktur gekauft oder gemietet werden. Es zeigte sich schnell, dass der Einstieg auch für fachfremde Mitarbeiter äußerst unkompliziert und intuitiv war.
„Das Einfachste ist das Bedienen", fasst Göttel zusammen. „Es ist intuitiv, auch für Leute, die fachfremd sind”. TimberData bildet Revier- und Warenwirtschaft in einer Oberfläche ab. Die von der Revierleiterin erstellten Ausgangs- und Unternehmerabrechnungen laufen heute automatisch digital in die Buchhaltung - statt wie früher in Papierform per Bote ins Schloss zur Hauptverwaltung getragen zu werden. So behält man den unmittelbaren Überblick, was tatsächlich vermarktet (und bezahlt) wurde. Ein großer Effekt zeigt sich für Göttel im Online-Brennholzverkauf. Kleine Mengen aus Kalamitäts- und Käferholz lassen sich auch außerhalb der eigentlichen Brennholzsaison unkompliziert auf dem Brennholz-Marktplatz anbieten. Sie werden auch im Hochsommer schnell verkauft, statt als Totholz liegen zu bleiben. „Ich stelle es einfach zu einem günstigen Preis rein, dann ist es weg", beschreibt Göttel den Umgang mit kleinen Mengen.
Rebecca Göttel arbeitet mit TimberData nicht wenigser, sondern anders: Aufgaben, die früher extern lagen, übernimmt sie heute selbst. Vieles kann dabei auf dem Tablet online in der Waldhütte zwischendurch erledigt werden. Am Bodensee gilt nun für den Forstbetrieb Bodman: Mehr Wald, weniger Verwaltung, mit einem System, mit dem man wirklich effizient arbeiten kann.
